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www.ccp-online.org | CCP 1 (2007): 3-27

Organisation of Urban Space and Sustainable Development - Case of Upper-Class Gated Communities in Metro-Manila


Dr. Kuvaja, Kristiina

Zusammenfassung: Ziel der Studie ist es zu analysieren, wie die Gliederung urbanen Raumes die Voraussetzungen für soziales Engagement und Partizipation im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in den Megastädten des Südens beeinflusst. Die Arbeit konzentriert sich hierzu auf die Region Metro-Manila auf den Philippinen. Besonderes Augenmerk gilt der Entstehung sogenannter geschlossener Wohnanlagen, exklusiver und bewachter Wohnsiedlungen, die eine der sichtbarsten Formen der räumlichen Segregation darstellen.

Als zentrale Beobachtung lässt sich festhalten, dass die Exklusivität des täglichen Lebens der Oberschicht einen Einfluss auf deren Wahrnehmung der Stadtentwicklung und der sich daraus ergebenden Herausforderungen hat. Geschlossene Wohnanlagen beeinflussen zudem die Art und Weise, in der Mitglieder der Oberschicht sich selbst als Beteiligte der Stadtentwicklung wahrnehmen.

In zwei geschlossenen Wohnanlangen Metro-Manilas wurden Daten erhoben, auf deren Basis die Autorin die These aufstellt, dass die Abkapselung der Oberschicht als Reaktion auf den Verfall der Städte aus einer grundlegenderen gesellschaftlichen Verfassung resultiert, als die in unterschiedlichen internationalen Studien konstatierte elitäre Fixierung auf Sicherheit und das Verlangen nach sozialer Exklusivität.

Die Hauptaussagen der Befragten weisen vielmehr darauf hin, dass die exklusiven Wohnräume in Metro-Manila eben nicht nur dem Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen, sondern darüber hinaus eine Materialisierung der Passivität und des Misstrauens darstellen, mit der die Oberschicht das eigene Umfeld betrachtet. Dadurch bleiben die Bewohner solcher Wohnbereiche ‘Beobachter’ der nachhaltigen Entwicklung ihrer Städte, ohne sich aktiv zu beteiligen.

Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass politische Entscheidungen zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung Maßnahmen umfassen sollten, mit deren Hilfe die stark isolierte Oberschicht zu sozialer Interaktion, Mobilität und Verhandlungen motiviert wird. Dies ist genauso wichtig wie die Mitbestimmung der ärmeren Bevölkerungsschichten, um eine sozialverträgliche Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklung in den Ländern des Südens zu erreichen.


Schlagwörter: Nachhaltige Stadtentwicklung, Soziale Nachhaltigkeit, Räumliche Segregation, Bewachte Wohnsiedlungen, Metro-Manila


Dieser Artikel liegt als Volltext nur in Englisch vor.

Kontakt:
Dr. Kristiina Kuvaja
Department of Social Sciences and Philosophy
University of Jyväskylä
Tarkk´ampujankatu 10 A 33
00150 Helsinki

E-Mail: eekrisku@cc.jyu.fi